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341433_R_by_Brigitte-L._pixelio.deIhr Kinderlein kommet, O kommet doch all!

Zur Krippe her kommet In Bethlehems Stall

Und seht was in dieser Hochheiligen Nacht

Der Vater im Himmel Für Freude uns macht.

 

2. O seht in der Krippe Im nächtlichen Stall.

Seht hier bei des Lichtes Hellglänzendem Strahl

In reinliche Windeln Das himmlische Kind,

Viel schöner und holder Als Engelein sind.

 

3. Da liegt es, ihr Kinder, Auf Heu und auf Stroh.

Maria und Josef Betrachten es froh.

Die redlichen Hirten Knien betend davor.

Hoch oben schwebt jubelnd Der Engelein Chor.

 

4. O beugt wie die Hirten Anbetend die Knie.

Erhebet die Händchen Und betet wie sie.

Stimmt freudig ihr Kinder,  Wer soll sich nicht freun?

Stimmt freudig zum Jubel Der Engelein ein.

 

5. O betet: du liebes, Du göttliches Kind.

Was leidest du alles Für unsere Sünd.

Ach hier in der Krippe Schon Armut und Not,

Am Kreuze dort gar noch Den bitteren Tod.

 

6. Was geben wir Kinder, Was schenken wir dir,

Du bestes und liebstes Der Kinder dafür?

Nichts willst du von Schätzen Und Reichtum der Welt,

Ein Herz nur voll Demut Allein dir gefällt.

 

7. So nimm unsre Herzen Zum Opfer denn hin.

Wir geben sie gerne Mit fröhlichem Sinn.

Und mache sie heilig Und selig wie deins

Und mach sie auf ewig Mit deinem in eins.

 

Das Gedicht "Ihr Kinderlein kommet" schrieb Christoph Schmid 1791 kurz nach seiner Priesterweihe. Der Dreiundzwanzigjährige war damals Kaplan in Nassenbeuren bei Mindelheim. Die Melodie komponierte 1794 Johann-Abraham-Peter Schulz.


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