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Friedrich Schiller (Jena 1808) - An die Völker der Welt!

 

Ich will das Loblied meiner Heimat singen,

die, einst von ihren Herrschern wohlbehütet,

nun fremden Mächten schamlos wurde überlassen.

 

Die kennen nur sich selbst und ihren Nutzen

und ziehen allerorten plündern durch die Lande,

die einst uns Heimat war und Muttererde.

 

Wo schlägt ein Herz, das nicht versteinert

und nicht vom Glanz der Macht geblenddet,

uns armen Kindern kommt zu Hilfe?

 

In Beugehaft selbst unsere Kindeskinder,

die morgen noch mit ihrer Hände Arbeit

das Lasterleben unserer Sauger sollen sichern.

 

Mein armes Volk,steh auf!

Du hast genug geackert und gelitten!

Es reicht, der Gier der Reichen weiter noch zu dienen.

 

Steh auf, mein Volk!

Nimm Dir ein Herz und kämpfe!


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