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Bertolt BrechtMeine Politisierung verdanke ich Bertolt Brecht. Eine Auswahl seiner Gedichte lernte ich in den sechziger Jahren auf dem Gymnasium in bayrischen Dinkelsbühl kennen. Sein Gedicht mit dem Titel "erinnerung an die marie a." hat mich bis heute begleitet.

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Unter uns Gymnasiasten (ich wurde 1944 geboren) gehörte es zum guten Ton über Hermann Hesse zu lästern. Auch um unsere warmherzigen Deutschlehrerinnen zu ärgern. Ich las damals begeistert Heinrich Böll und Max Frisch. Meine Politisierung verdanke ich Autoren wie Bertold Brecht, Peter Weiss oder Hans Magnus Enzensberger. Heute verstehe ich besser, warum zur gleichen Zeit amerikanische Hippies Hesse für sich entdeckten. Besonders in seinem Roman "Der Steppenwolf" fanden sie sich mit ihrer Sehnsucht nach einem rebellischen Leben wieder.

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Du bist mein Mond und ich bin Deine Erde.

 

Friedrich_RckertFriedrich Rückert (1788 - 1866)

Du bist mein Mond

und ich bin Deine Erde.

Du sagst, Du drehst Dich nur um mich.

Ich weiss es nicht.

Ich weiss nur, das ich werde

in meinen Nächten hell durch Dich.

 

Du bist mein Mond

und ich bin Deine Erde.

Sie sagen: Du veränderst Dich.

Allein Du änderst nur die Lichtgebärde

und liebst mich unveränderlich.

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Wann ist zum Lieben die beste Zeit?

 

Robert_Eduard_PrutzRobert Eduard Prutz (1816 - 1872)

 

Wann ist zum Lieben die schönste Zeit?

 

Wenn der Frühling sich schwingt in den Lüften.

Wenn der Kuckuck ruft so weit, so weit.

Wenn die Bäume blühen und düften.

 

 

 

 

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DER SOMMERFADEN

 

Ludwig_Uhland

Ludwig Uhland (1787–1862)

 

Da fliegt, als wir im Felde gehen,

Ein Sommerfaden übers Land.

Ein leicht und licht Gespinst der Feen

Und knüpft von mir zu ihr ein Band.

 

Ich nehm ihn für ein günstig Zeichen.

Ein Zeichen, wie die Lieb es braucht.

O Hoffnungen der Hoffnungsreichen!

Aus Duft gewebt, von Luft zerhaucht.

 

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theodor_stormSOMMERMITTAG

 

Theodor Storm (1817-1888)

 

Nun ist es still um Hof und Scheuer

Und in der Mühle ruht der Stein.

Der Birnenbaum mit blanken Blättern

Steht regungslos im Sonnenschein.

 

Die Bienen summen so verschlafen,

Benebelt von dem Duft des Heus.

Der Müller schnarcht und das Gesinde

Und nur die Tochter wacht im Haus.

 

 

 

 

Die lacht verschmitzt und zieht sich heimlich

vorsichtig die Pantoffeln aus.

Sie geht und weckt den Müllerburschen,

Der kaum den müden Augen traut.

„Nun küss mich, küsse geiler Junge!

Doch leise, leise, nicht zu laut!

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Wacht auf, Verdummte dieser Erde,

die man mit schönen Worten täuscht.

Dass alle, alle glücklich werden,

sobald das Geld die Welt beherrscht.

Die Konzerne lachen sich ins Fäustchen.

Die Politik gehorcht devot.

Für uns wird ständig alles teurer

und in uns wächst die große Wut.

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